Lexikon

Niederflurwagen
Niederflurwagen
Triebwagen oder Beiwagen mit besonders niedriger Fußbodenhöhe des Fahrgastraumes oder zumindest des Einstiegsraumes; meist als Mitteleinstiegswagen aus geführt. Niederflurwagen wurden besonders wegen der Beschleunigung des Fahrgastwechsels entwickelt, wobei die Einstiegsräume als Auffangräume ausgebildet waren. Einführung in Deutschland: Leipzig, Triebwagen Nr. 160' + 1602, Baujahr.
Nockenfahrschalter
Nockenfahrschalter
Bauart des Walzenfahrschalters, bei der die Schaltkontakte mittels Nockenhebeln betätigt wurden. Erste Lizenzbauart bereits 1893 (UEG-Kontroller Type SP) mit Funkenlöschung und Blasmagnet und in Zweiwalzenausführung (Fahr- und Richtungswalze). Ausrüstung bereits mit zwei Feldschwächungsstufen. Serien-Parallel-Schaltung der Fahrmotoren bei zweimotorigem Antrieb; Bauart gehörte zum Thomson-Houston-System. Bau der Nockenfahrschalter parallel mit den UEG-Schleifringfahrschaltern. Erste Bauform in Deutschland: Nockenfahrschalter System Siemens & Halske, 1895. Weiterentwicklungen 1925 (Nockenfahrschalter Typ BBC) und 1929 (Nockenfahrschalter Typ SNF). Ab Mitte der dreißiger Jahre Weiterentwicklungen vor allem durch die AEG (Typen StNFB und VNFB mit verlängertem Kurbelweg). Ab 1943 Entwicklung von Einheitsfahrschaltern; in der DDR ab 1951 von LEW gefertigt (Typ StNFB1 mit 18 Fahr- und 13 Bremsstufen); ab 1958 auch als Zentralfahrschalter, ab 1959 als Unterflurfahrschalter StNFB4 gefertigt.