Chronik der Magdeburger Straßenbahn

1890
Wehranlagenabriß
Verlängerung Tränsberg • Alte Neustadt
Die durch den Abbruch der Festungsanlagen möglich gewordene Verlängerung der Linie zum Tränsberg der Magdeburger Trambahn-Actien-Gesellschaft bis zur Alten Neustadt wird abgeschlossen. Die Linie wird vom Tränsberg über die Hohe Pforte • Hohepfortestraße • Stendaler Straße • Rogätzer Straße zum Bötticherplatz geführt und hat eine Länge von etwa zwei Kilometern.
1893
Zweigleisiger Ausbau des Streckennetzes
Das stetig steigende Verkehrsaufkommen und die damit zunehmend erreichte Kapazitätsgrenze einiger eingleisiger Streckenabschnitte zwingen die Magdeburger Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft dazu, diese stark belasteten eingleisigen Bereiche in zweigleisige Abschnitte umzuwandeln.
1894
Verängerung Südfriedhof • Krankenhaus Sudenburg
Der Streckenabschnitt in der Leipziger Straße wird um 0,5 km vom Südfriedhof bis zum Städtischen Krankenhaus Sudenburg verlängert.
12/1897
Geschäftsübernahme
Die Magdeburger Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft erwirbt die Magdeburger Trambahn-Actien-Gesellschaft und tritt damit an ihre Stelle.
05/1899
Beginn der Elektrifizierung
Die aus der Magdeburger Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft hervorgegangene Magdeburger Straßen-Eisenbahn-Gesellschaft wird gegründet. Etwa zur gleichen Zeit beginnen die Bauarbeiten für den Umbau der Straßenbahn auf elektrischen Betrieb. Diese Bauarbeiten werden durch die Union Electricitäts-Gesellschaft Berlin (UEG) ausgeführt, welche auf diesem Gebiet eine Vorreiterrolle in der damaligen Zeit spielte.
27.07.1899
Lokomotive der Dampfbahn
Verkürzung der Dampfbahnlinie
Die Aufnahme des elektrischen Straßenbahnbetriebes bis zur Friedrichstadt bewegt die Magdeburger Straßen-Eisenbahn-Gesellschaft zur Verkürzung ihrer Dampfbahnlinie. Sie verkehrt nun nur noch zwischen dem Herrenkrug und der Berliner Chaussee.
07/1899
Probefahrten
Die Probefahrten mit der elektrischen Straßenbahn sind im vollem Gange.
18.07.1899
Linienscheibe
Der elektrische Betrieb beginnt
Auf der Strecke Olvenstedter Straße • Alter Markt • Großer Werder eröffnet die Magdeburger Straßen-Eisenbahn-Gesellschaft den elektrischen Betrieb der Straßenbahn. Diese erste elektrisch betriebene Strecke hat eine Gesamtlänge von 4,3 Kilometern und erhält als Linienkennzeichnung eine runde rote Scheibe mit schwarzem Kreuz.
27.07.1899
Linienscheibe
Eröffnung der zweiten elektrischen Linie
Die zweite Linie wird auf elektrischem Betrieb umgestellt. Es handelt sich um die fünf Kilometer lange Strecke zwischen Friedrichstadt/Heumarkt und Westfriedhof über den Altmarkt. Zur Linienkennzeichnung wird eine runde grüne Scheibe mit weißem Kreuz eingeführt.
15.09.1899
Linienscheibe
Elektrisch nach Sudenburg
Auf dem Abschnitt Breiter Weg • Sudenburg wird der elektrische Fahrbetrieb aufgenommen. Zur Kennzeichnung dieser Linie wird eine runde grüne Scheibe mit schwarzem Kreuz verwandt.
22.10.1899
Linienschild
Elektrisch Alte Neustadt • Leipziger Straße
Die Umbauarbeiten zum elektrischen Straßenbahnbetrieb gehen rasant voran und so kann zwischen der Leipziger Straße und der Alten Neustadt der Pferdebahnbetrieb zugunsten des elektrischen Betriebes eingestellt werden. Als Linienführung wird die Strecke Leipziger Straße • Kaiserstraße (heute Otto-von-Guericke-Straße) • Alte Ulrichstraße • Alte Neustadt gewählt. Zur Kennzeichnung erhält diese Linie eine blaue Scheibe mit weißem Kreuz.
01.12.1899
Ringlinie
Auf der teilweise fertiggestellten Ringlinie wird der elektrische Betrieb aufgenommen. Zur Kennzeichnung wählte man eine schwarz umrandete gelbe Scheibe mit schwarzem Kreuz.
20.12.1899
Elektrisch bis Buckau
Zwischen den Endpunkten Buckau (Gärtnerstraße) und der Neuen Neustadt wird der elektrische Betrieb aufgenommen. Linienkennzeichnung: weiße Scheibe mit schwarzem Kreuz.